Amsterdam Dance Event 2008

Damien J. Carter verlässt Milk&Sugar

Damien J. Carter gehört seit Jahren zu dem Aushängeschild des Labels Milk&Sugar. Auch seine letzte Release “What World” war im Inland und Ausland sehr erfolgreich und umso überraschender war die Nachricht das er sein bisheriges Label verlassen wird. Du hast dich von Deinem bisherigem Label „Milk & Sugar“ getrennt. Eine sehr überraschende Entwicklung, da Du als eines der Aushängeschilder des Labels giltst. Was waren Deine Beweggründe?
Ich habe mit den Jungs seit über 5 Jahren zusammen gearbeitet, natürlich war nicht immer alles Friede, Freude, Eicherkuchen, aber Meinungsverschiedenheiten kommen in den besten Familien vor. Die Gerüchte, wir wären seit meinem Weggang zerstritten möchte ich gleich mal dementieren! Wir verstehen uns nach wie vor sehr gut! Gründe gab’s verschiedene, zum einen habe ich mich in den letzten Jahren immer weiter vom typischen Milk&Sugar Sound wegbewegt,

was man auch an meiner letzte Single “What World” oder an meinen Remixen für das Label von Sander Kleinenberg, oder auch der neuen JCA hören kann. Ich habe mich weiterentwickelt und kann mich mit dieser Art von House nicht mehr identifizieren. Einen progressiven Sound auf dem Label zu veröffentlichen würde weder mir noch dem Label etwas bringen, so haben wir uns im gegenseitigen Einverständnis getrennt. Zum anderen wurde es einfach Zeit für Veränderungen, für neue Aufgaben und Herausforderungen! Wir werden sehen was die Zukunft bringt, aber ich fühle mich wenigstens im Moment freier und kann das machen was ich will. Mein Herz schlägt eben momentan etwas progressiver!

Du scheinst aber bereits eine neue musikalische Heimat gefunden zu haben.
Wo wirst du in Zukunft releasen und was macht das neue Label in Deinen Augen besser?

Es gibt einige Labels im Ausland die Interesse an einer exklusiven Zusammenarbeit haben, darunter ist auch das Label von Fatboy Slim in England, welches bereits meine letzte Single lizensiert hat. Ob ich allerdings einen exklusiven Vertrag unterschreiben werde, mit wem auch immer, muss ich mir noch überlegen. Das ist wie mit den Frauen, wenn man aus einer langjährigen Beziehung kommt, möchte man erstmal alleine sein und sich benehmen wie ein kleines Kind im Süssigkeitenladen, alles anfassen, ablecken und ausprobieren - genau das werde ich tun! Ein exklusiver Vertrag ist wie eine Ehe, Du hast viele Pflichten, aber keine Rechte. Wenn die Konditionen stimmen habe ich allerdings für jedes Label ein offenes Ohr.

Deine Auftritte in deiner Heimatstadt München sind sehr erfolgreich aber leider auch selten. Zieht es dich nun auch aus München weg?
Ich spiele sehr gern in München, auch wenn es pro Jahr maximal zwei bis drei Gigs in meiner Heimatstadt sind. Das ist auch meistens die einzige Möglichkeit mit meinen langjährigen Freunden zu feiern. Ausserdem ein wahrer Luxus nach einem Gig im eigenen Bett schlafen zu können! Ich bin viel im In- und Ausland unterwegs, und das Ziel ist noch mehr im Ausland Präsenz und Flagge zu zeigen. Ja, ich habe mir schon mehrmals Gedanken gemacht von München wegzugehen, auch als ich das Angebot aus China bekommen habe für ein Jahr dort zu arbeiten. Irgendwas hat mich aber bis jetzt immer davon abgehalten. Manchmal die Frauen,
manchmal das bayrische Bier, ich kann mir aber gut vorstellen Deutschland den Rücken zu zeigen - früher oder später!

Auf welche Projekte von Dir dürfen wir uns in nächster Zeit freuen?

Da ich vertraglich nicht gebunden bin, wird es wohl einige Projekte mit anderen DJs und Produzenten geben die ich in den vergangenen Jahren kennen gelernt habe. Es wird mit Sicherheit etwas mit meinem Münchner Homie Jerome Isma-ae kommen, vielleicht auch etwas mit Jean Claude Ades aka JCA. Selbstverständlich ist auch bereits etwas mit ausländischen Kollegen geplant, leider ist das aus
Tourgründen nicht immer so einfach einen gemeinsamen Termin zu finden.

Weitere Informationen:
www.damienjcarter.com

www.myspace.com/damienjcarter

Das Interview wurde geführt von Susanne (7Oaks-Entertainment.com)

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